Am Tresen ist derweil die Hölle los. Nur 27 % aller St. Galler sind Raucher. Aber die machen so massiv Stimmung, dass es fraglich ist, ob sich 73 % Nichtraucher durchsetzen und für die Initiative „Schutz vor Passivrauchen“ stimmen werden. Obwohl die sich auch nicht schlecht verkauft.
Samstag, 26. September 2009
Wenn der Hund deinen Job macht.
Am Tresen ist derweil die Hölle los. Nur 27 % aller St. Galler sind Raucher. Aber die machen so massiv Stimmung, dass es fraglich ist, ob sich 73 % Nichtraucher durchsetzen und für die Initiative „Schutz vor Passivrauchen“ stimmen werden. Obwohl die sich auch nicht schlecht verkauft.
Samstag, 19. September 2009
Donnerstag, 17. September 2009
Knochen und andere Meditationshilfen.
Das hat etwas Kontemplatives. Für knisternde Holzscheite ist es noch nicht kalt genug. Aber „Knochen abnagen zu“ ist auch beruhigend.
Samstag, 5. September 2009
Plädoyer für helle Backwaren.
Natürlich bewahrt dich eine Tüte Brownies beim Gassigehen vor Unterzuckerung. Sie kann dich aber auch in eine unsäglich peinliche Situation bringen.
Mit weißen Kokosmakronen oder Sahnebaisers jedenfalls wäre diese Katastrophe nicht passiert, mit der Ameriquest Mortgage vor zwei Jahren für ihr Hypothekenangebot warb. Schön aus dem Leben gegriffen, fein beobachtet und mit einer netten Botschaft versehen: Mach dir kein Bild von den Menschen, bevor du sie nicht näher kennst.
Der Spot ist ein gutes Beispiel dafür, dass doofe Geschäftsideen auch mit herausragender Werbung nicht zu retten sind. Ameriquest, einst der größte Kreditgeber am Markt für zweitklassige Hypothekenkredite (Subprime Mortgages), lancierte den Spot im Juni 2007 und machte zwei Monate später den Laden dicht.
Credits
Spot: Ameriquest Brownie
Agentur: DDB Los Angeles
Creative Director: Mark Monteiro, Helene Cote
Art Director/Copywriter: Sarah May Bates
Regie: Matt Helfgott
Danke für den Spot, Jochen.
© Michael Frey Dodillet | Die Krawallmaustagebücher 2009
Donnerstag, 3. September 2009
Reizlage doppelter Dobermann.
SCHAU bedeutet: Sieh mich an und nur mich und keinen anderen oder tu bitte wenigstens so, als ob du meine Augen anpeilst und nicht die Scheibe Fleischwurst in meinem Mund.
Ich habe uns ein Fachbuch gekauft. Im Wesentlichen handelt es davon, wie man seinen Wuff friedlich macht. So etwas brauchen wir. Es sieht unschön aus, wenn du bei nahezu jedem entgegenkommenden Hund einen Atompilz an der Leine hast. Den Ruf ruiniert es obendrein.
Dienstag, 25. August 2009
Dieser Blog wiegt nur 1.360 Gramm.
Liebes MacBook Air, deine Beanspruchung ist hoch. Überallhin mitgeschleift zu werden ist nicht jedermanns Sache. Von Hundenasen angesabbert zu werden auch nicht. Dennoch verrichtest du seit 12 Monaten meckerfrei und dauerbetrieblich deine Dienste, wenn auch in Hitzezeiten mit hörbarem Lüfter. Ich hoffe, das geht noch ewig so.
Freitag, 14. August 2009
An einen unbekannten Beaglebesitzer.
Man kann beispielsweise „Berta hier!“ rufen oder „Berta nein!“ oder „Berta stop!“ Fortgeschrittene, die sich ihrer Sache sicher sind, greifen gerne auf ein souveränes „Berta steh!“ oder „Berta platz!“ oder „Berta sitz!“ zurück; blutige Anfänger, die haarige Situationen gelegentlich vergeigen und mein vollstes Mitgefühl haben, rufen auch schon mal „Entschuldigen Sie bitte!“
Was man stattdessen aber auf keinen Fall von sich gibt, ist dieser hirnrissige Dumpfbackensatz, denn du, unbekannter Beaglebesitzer, deiner Beagletante hinterher johltest, als sie uns kläffend durchs Neandertal hetzte, worauf Luna vor Wut schier explodierte und mich auf meinem Drahtesel in die Böschung zog:
„DU MUSST KEINE ANGST HABEN, SCHATZ!“
© Michael Frey Dodillet | Die Krawallmaustagebücher 2009
Donnerstag, 13. August 2009
Irland ist aber auch schön.
Blass ist gar kein Ausdruck. Vor allem nicht, wenn Madame an einem vorbeischießt und sich die Katze greift. Kalkweiß trifft es auch nicht, fahlgrün ebenso wenig. Einen rastlosen Texter, der stetig auf der Suche nach treffenden Sprachbildern ist, lässt so etwas natürlich nicht mehr los. Um so mehr freut er sich, wenn er plötzlich fündig wird:
Sonntag, 2. August 2009
Jaulen und Maulen in der Provence.
Madame geht bei Fuß, obwohl kein Mensch Fuß gesagt hat. Das japsende Ziehen an der Leine wird – vor allem bergauf – durch ein missmutiges Hinterhertrotten ersetzt. Ob man kräftezehrend loskrakeelt, nur weil eine andere Hündin in der Stadt ist, überlegt man sich zweimal und lässt es dann. Auf dem Campingplatz hebt man angesichts heftigster Provokationen maximal ein müdes Lid.
Freitag, 3. Juli 2009
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