Donnerstag, 22. Februar 2018

Wir sind zurzeit ein bisschen maulfaul.


Es gibt soviel anderes zu schreiben im Moment. Außerdem kommt gerade die Frühlingssonne wieder raus und Freaky Wiki (nicht im Bild) beißt mich nur noch alle vier Monate in Hand, Fuß oder Poppes. Kurz: Wir haben einfach zu wenig epische Themen für den Blog.

Für ganz kleinen Unfug reicht's aber allemal noch. Den gibt es regelmäßig auf Facebook. Dort ist die Krawallmaus öffentlich, sodass ihr auch mitlesen könnt, wenn ihr nicht angemeldet seid.

Wem der Sinn nach längeren Texten steht, kann gerne durch 258 Vorkommnisse stöbern (rechte Spalte relativ weit unten) oder in meinen Büchern (Buchhandlung relativ weit vorn) Erlösung suchen.

Vier von sieben Werken haben mit emotionsflexibel veranlagten Hunden zu tun, weswegen auch ungefähr drölfzig Millionen Krausetipps in ihnen stehen. Wer nach der Lektüre Lust verspürt, seinen Hundetrainer umzubringen, kann bei Hartmann und der böse Wolf nachlesen, wie das geht. Alle anderen kaufen sich bitte einen Karton Rotwein und lesen die beiden Männerromane.

Ich freue mich, dass ihr meine Texte so mögt. Bis bald, macht's gut und macht vor allem, was eure Hunde euch auftragen. Die geben sich wirklich große Mühe!






Donnerstag, 25. Januar 2018

Impressum und Datenschutz.





Impressum und Datenschutzerklärung für 
die Internetseite „Die Krawallmaus Tagebücher",
die Internetseite „Herrchenjahre | Die Bücher“
und die Facebookseite „Krawallmaus“



Anwalt kommt gleich.





Freitag, 13. Oktober 2017

Verwöhnpaket Herren oder Herzlich willkommen bei La Bioabzockétique.




Meine Jüngste ist nach München gezogen. Wiki und ich haben festgestellt: Wir haben das Kind nur unzureichend auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet. Schon gar nicht auf die Friseure der Münchner Schickeria, die 100 Euro ansagen und hinterher das Dreifache auf den Deckel schreiben. Aber der Reihe nach.

Wenn du das erste Mal in München zum Friseur gehst, der Friseur mit vollem Namen »The Culture of Total Beauty La Biosthétique Flagship Salon Le Salon München« heißt und du im Vollbesitz deiner geistigen Kräfte bist, rufst du vorher sicherheitshalber an und fragst, was Balayage auffrischen und Haare schneiden kostet. 


Sonntag, 19. März 2017

Luna, Led Zeppelin und die Kackbratze von Castelvecchio.




Den ominösen Vorfall in Castelvecchio di Rocca Barbena habe ich bis heute verschwiegen, weil ich dabei einmal mehr eine erbärmliche Figur abgab. Es geschah im letzten Sommer. Die Hunde wanderten mit uns durch die Berge von Ligurien.

Doch, doch, sie mit uns! Die seit Jahr und Tag in dieser Familie praktizierte Umsetzung des Begriffs «Führung» lässt keine andere Interpretation zu. In diesem speziellen Fall führten sie Stella und mich durch die Berge oberhalb der ligurischen Küste. Ab und zu erlaubten die Felsen einen Blick auf das glitzernde Mittelmeer und die Kräutergewächshäuser Albengas. Luft war lau, Himmel blau, alles sehr idyllisch.

Samstag, 11. März 2017

Niedliche Nervensäge mit sechs Buchstaben.






Meine erste Bekanntschaft mit einem Beagle schloss ich als frischgebackener Neuhundbesitzer vor zwölf Jahren. Ich radelte mit Luna nichtsahnend durchs Düsseltal, als ein Beagle aus dem Gebüsch brach und uns mit wohltemperiertem Hetzlaut den Feldweg hinunterjagte. 

Luna explodierte schier vor Wut und riss mich in die Böschung. Während ich vom Fahrrad segelte, hörte ich die Beaglebesitzerin den kryptischen Satz ausrufen: »Du musst keine Angst haben, Schatz!« Ich weiß bis heute nicht, wen sie damit gemeint hat. Ihren Hund? Meinen Hund? Mein Fahrrad? Aber mir ist damals schlagartig klar geworden, dass ein Beagle und sein Halter etwas ganz Besonderes sind.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Rudel di du dödel du.




Aus gegebenem Anlass – „Hinten ist alles okeeeeeeeeeee!" – eine aktualisierte Fassung des Rudlerbeitrags vom 5. Dezember 2014:


Eines schönen Herbsttages im Jahre des Herrn 2011 prangt in einem der größten Hundeforen des Landes ein denkwürdiger Satz. Man muss ihn sich auf der Zunge zergehen lassen: »Meine zwei Fellnasen sind einzeln schlafend, weil der NLH mit dem N3 nicht tiefenverknüpft ist.«

Samstag, 4. Februar 2017

Wiki.





Ich halte die eine Seite des Pizzakartons in der Faust, Wiki hat seine Zähne in der anderen vergraben. Wir starren uns in die Augen und machen beide ambitioniert RRRRRRRRRR. Zwischen uns ein blasser Aufdruck von Positano, aufgenommen von der Meerseite. In den Wellen dümpelt eine unansehnliche Pizza Funghi.

Es sieht nicht so aus, als trüge Wiki übermäßig Trauer. Zumindest nicht, wenn ihm einer die kitschige Pizzapappe wegnehmen will, in die er alle zweiundvierzig Beißerchen geschlagen hat. Oder wenn er am Mauseloch in meinen Schuh hackt, der ihn stupsend zum Weitergehen anregt. Oder – „Tschulldigung!“ – ungebremst in einen Hundeschulhaufen platzt, der gerade erzogen werden soll. Oder mit fliegenden Ohren und riesigen Sätzen neben dem Fahrrad galoppiert. 

Samstag, 28. Januar 2017

Luna.


„Also wenn Sie einen Ruhigen wollen, würde ich den da drüben empfehlen“, sagt die resolute Bauersfrau. Sie zeigt auf einen fässchenartigen Mini-Rottweiler mit Schäferhundohren. Der kleine Rüde liegt im Welpenhaufen und deutet mit einem Gähnen an, dass ihm alles, wirklich alles glatt am Arsch vorbei geht.

Es ist Januar 2005. Unsere Familie arbeitet seit einem halben Jahr an dem Projekt Familienhund Labrador. Wir 
durchpflügen das Labbiinternet, wälzen Labbifachbücher, quatschen Labbibesitzer an, besuchen Labbizüchter, besichtigen Labbiwelpen. Dann kommt uns ein Zettel am schwarzen Brett des Raiffeisenmarktes in Düsseldorf-Unterbach dazwischen. Neben einem Foto steht: Rottweilerschäferhundmixwelpen abzugeben. Och, denken wir, Rottweilerschäferhundmixwelpen sehen aber auch süß aus.

Freitag, 13. Januar 2017

Facebookkotze.








Weil nach unserem Socialnetworkabtauching viele gefragt haben: Alles gut, danke, uns geht’s prima. Die vereinigten Hobbyhitler haben mich nicht zum Schweigen gebracht; die Hunde nehmen nach wie vor das Viertel auseinander; unsere Laune ist ganz ausgezeichnet. Nur dass Wiki halt Facebook aufgefressen hat.

Danach hat er das gallengelbe Zeug auf den Rasen gekotzt und mich nicht mehr rangelassen. Den Film müsst ihr euch ansehen. Der Knabe kennt nix! 
Keine Ahnung, ob ich jemals wieder facebooken darf. 

Sonntag, 11. Dezember 2016

Die Chefin musste mal kurz nacharbeiten.





Wer schon etwas länger dabei ist, erinnert sich vielleicht an den Oktober 2010. Da führte Luna mit Wiki ein fünfsekündiges Zielvereinbarungsgespräch. Im Wesentlichen ging es um ihren vollen Futternapf und um die überflüssige Anwesenheit kleinerer Vollpfosten während der Mahlzeiten. Anschließend haben wir den Dude zum Nähen getragen.


Eine Woche lang trug er ein violettes Leibchen und den Kragen der Schande (Symbolbild siehe oben). Die Hunde im Viertel brezelten sich jedes Mal weg vor Lachen. Dies und die Vehemenz von Lunas Gesprächsbeitrag hat dem Einlauf eine wirklich außergewöhnliche Nachhaltigkeit verliehen. Sechs Jahre lang gab es keine einzige Diskussion mehr um Speis und Trank.