Montag, 19. August 2013

La Souris du Baroufe au Lac.



La boef der Ochs, la vache die Kuh ... in der Untertertia hatte ich zum ersten Mal Französischunterricht. Drei Jahre später, am Ende der Untersekunda, habe ich das Fach abgewählt. Entsprechend dilettantisch drücke ich mich fünfunddreißig Jahre später im Urlaub aus. 

Die Überschrift soll Die Krawallmaus am See heißen. Alle groß geschriebenen Wörter musste ich nachschlagen. Neben dem inflationären Gebrauch des Wörterbuchs zieht mein überschaubarer französischer Vokabelschatz noch eine weitere Konsequenz nach sich: Ich kann mich nicht formvollendet entschuldigen. Deshalb dürfen die Hunde nichts anstellen.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Hat jemand den Schnorchel gesehen?





Wiki packt gerade seine Badesachen und sein gelbes Entchen ein. Luna ist gepäckmäßig alles wurscht, Hauptsache, die Futtertonne kommt mit. Irgendwo im Handschuhfach muss noch das Kärtchen liegen, wo draufsteht, wie unsere Hundehaftpflichtversicherung auf französisch heißt. 

Im Fressnapf gibt es wieder diese peinlichen, knallroten Fit+Fun-Kackbeutelchen. Das ist schön. Wir haben 200 Stück besorgt. Provence, wir wären soweit. Es wartet ein azurblauer See, ein idyllisches Dorf mit leider sehr tapferen Katzen und wie jedes Jahr um diese Zeit das dicke runde Wawa.

Montag, 15. Juli 2013

Die Sache mit den Blutwurstfingern.





Als ausgewiesener Leinen- und Freilaufaggro-Fachmann Betroffener Gurke habe ich unser Blutwurstfingerdesaster neu aufgearbeitet. Es wird in bewährter Ehrlichkeit dargelegt, warum das Schönfüttern der Gegnerinnen bei Luna nicht funktioniert hat. Zumindest nicht nachhaltig – also, öhm, länger als zehn Tage.

Diesen Besinnungsaufsatz findet ihr in der neuesten Ausgabe der hundeschau. Ja gut, das ist jetzt mal ein Verweis auf ein klassisches Printprodukt. Für die Jüngeren unter uns: Print ist das, wo man blättert, nicht klickt.


Montag, 24. Juni 2013

Homöostase vs. Hypothalamus - eine wissenschaftlich-kritische Annäherung an das Markertraining.




Unter Markertraining verstehen wir heute den Umgang mit uns anvertrauten Lebewesen auf Basis modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse. In der vorliegenden Arbeit soll die Kombination „Marker-Hund“ beleuchtet werden. Delphin, Wellensittich und Silberfisch werden in einer separat geführten Abhandlung zu berücksichtigen sein.

Beim Markertraining belegt der Markernde (i.w.S. der Mensch) das zufriedenstellende Verhalten des zu Markernden (i.e. Hund) mit einem Signal. Dies kann ein Wort sein oder ein Geräusch. In 82,5% der Fälle verwenden die Markernden einen emotionsfreien Klick, der mithilfe eines marktüblichen Klickerinstruments erzeugt wird.1

Sonntag, 16. Juni 2013

Der große Arschaufriss. (Folge 1. Die Banken.)





Wenn Wiki sich mal wieder in einer Hand verbissen hat, kommt ein traumatisierendes NEIN selbstverständlich nicht in Frage. Wir erziehen ausschließlich positiv bestärkend! Dem Hund muss ein Alternativverhalten angeboten werden. In loser Folge werde ich ihm also Idioten und Institutionen vorschlagen, denen mal so richtig der Arsch aufgerissen gehört. Heute: den Banken.

Warum? Ganz einfach. Guckt auf die Generalübersicht eures Online-Bankings. 

Donnerstag, 30. Mai 2013

He! Hundetrainer-Pack!





Wäre es wohl möglich, dass einer von euch eine TV-Sendung macht, ohne dass ihm gleich alle anderen gelb vor Neid ans Bein pinkeln? Es ist doch nicht zu glauben.

Noch nicht mal die erste ZDF-Staffel von Maike Maja Nowak ist raus, schon beißen die Stuten. Eine Petition wird ins Leben gerufen, der Verband nimmt dramatisch Stellung. Der Frau muss das Handwerk gelegt werden, denn – Obacht jetzt! – sie macht Kscht und blockt den Hund mit dem Körper. 

Sonntag, 19. Mai 2013

Ein Bild von einer Rampensau.







Ich komme in Lesungsklamotten in die Küche. Über der Schulter hängt mein Lesungsrucksack, in meiner Hand halte ich Lunas Lesungshalsband. Ich ziehe mir die Lesungsschuhe an. Luna steht auf, reckt sich und trabt mit mir zum Auto. Wir fahren los.

Wiki kennt diese Nummer. Er hat sie fünfzig Mal gesehen. Schon beim dritten Mal ist er nicht mehr aufgesprungen und zur Tür gerannt, sondern brummig auf seiner Decke liegengeblieben. Lesungen sind Lunas und mein Ding. Daher guckt er einigermaßen verblüfft aus der Wäsche, als es beim einundfünfzigsten Mal heißt: „Wiki, komma mit.“

Freitag, 3. Mai 2013

Otto.




Habe ich euch eigentlich gesagt, dass ich zwischenzeitlich mal ganz kurz kein Hundebuch schreibe? Nicht? Muss ich vergessen haben. Anlass ist die aktuelle Statistik der Krawallmaus Tagebücher – hier speziell die Zahlen der Klicks auf die Porträts Mensch und Hund

Die Hunde wurden 13.158 mal angeklickt, der Mensch 10.441 mal. 


Das heißt, von 13.158 interessieren sich 2.717 einen feuchten Kehricht für mich. Hallo? Das sind 20,7 %. So geht‘s nicht weiter. Ich muss jetzt auch mal was für mich tun.

Samstag, 20. April 2013

Ab heute sind wir blau.






Luna atmet tief durch und wirft mir einen gereizten Blick zu. Ich kenne diesen Blick gut. Er bedeutet: „Warum hast du uns das angetan, du Idiot, es war so schön ruhig hier!“

Was ist passiert? Was kann so dramatisch sein, dass es einen vierzig Kilogramm schweren, siebenundsechzig Zentimeter hohen Schäferhundpumakängurumischling von altem Krawall-Adel, dessen Unbotmäßigkeiten ein ganzes Buch füllen, aus den Latschen haut?

Donnerstag, 28. März 2013

Gegendarstellung.





In vorzugsweise zum Zwecke der allein selig machenden Kanidenerziehung gegründeten Hund-Halter-Vereinigungen in einem sozialen Netzwerk US-amerikanischen Ursprungs, also auf Facebook, wird vermehrt behauptet, meine Hunde und ich würden uns wahllos über andere Hunde und Halter lustig machen.

Hierzu stellen wir fest: Das Prädikat „Affenzirkus 2013“ wird von uns nicht wahllos vergeben. Für Halter, die sich mit ihren Trainingstechniken für diese Auszeichnung bewerben, gibt es ganz klare Bewertungskriterien: