Bei letzterem handelt es sich um das zufällige Zusammentreffen dreier Krawallmäuse – ja, es gibt halt nicht nur uns – an einer viel zu schmalen Weggabelung. Die Hunde regen sich fürchterlich auf, die Halter haben alle Hände voll zu tun. Der Schäferhund wird durch beruhigendes Auf-ihn-ein-Murmeln nicht beruhigt. Der explodierende Jack Russell wird am Geschirr wie ein Handtäschchen aus der Kampfzone getragen. Luna muss mit einem beherzten Griff in die Schwarte auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.
Freitag, 2. April 2010
Immer noch keinen Kater.
Bei letzterem handelt es sich um das zufällige Zusammentreffen dreier Krawallmäuse – ja, es gibt halt nicht nur uns – an einer viel zu schmalen Weggabelung. Die Hunde regen sich fürchterlich auf, die Halter haben alle Hände voll zu tun. Der Schäferhund wird durch beruhigendes Auf-ihn-ein-Murmeln nicht beruhigt. Der explodierende Jack Russell wird am Geschirr wie ein Handtäschchen aus der Kampfzone getragen. Luna muss mit einem beherzten Griff in die Schwarte auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.
Mittwoch, 24. März 2010
Schön saufen. Zweite Runde.
Beim Dackelgeschwader Neandertal hingegen funktioniert es immer noch. Wir treffen die drei fast jeden Tag. Sie dürfen sogar krakeelen. Luna sieht hin, bewahrt Contenance und holt sich dann bei mir die Wurst ab. Das war vorher nicht so.
Donnerstag, 18. März 2010
Wir saufen uns die Frauen schön.
Erstens: Wir saufen nicht, wir futtern. Zweitens: Es betrifft nicht nur Frauen, sondern auch Männer, genau genommen Hundefrauen und Hundemänner. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Wir futtern uns die Hundebegegnungen schön.
Donnerstag, 25. Februar 2010
Die Terrakotta-Krieger.
Auf unserem wilden, unbewohnten Nachbargrundstück mästen verbitterte Witwen unter der Schirmherrschaft des örtlichen Tierschutzvereins einen Haufen streunender Katzen.
Es gibt Unmengen von Kalbsterrine, Forelle in Gelee, Lachs in Joghurt und zum Runterspülen Whiskas-Milch. Wer es am Magen hat, bekommt auch schon mal frische Pute aufgebraten. Die genaue Bezeichnung lautet in etwa „Freie Futterstelle für nicht mehr sozialisierbare Katzen“. Das geht seit nunmehr zehn Jahren so.
Sonntag, 14. Februar 2010
Der große Hundini.
Mein Büro unter dem Dach erreicht man über eine Bodenklappe. Der alte eiserne Bodenriegel ist mit der Zeit so sehr ausgeleiert, dass er durch bloßes Anstarren von links (offen) nach rechts (zu) bewegt werden kann. Man kann auch mit der Vorderpfote darüber stolpern oder ihn neugierig mit der Nase anstupsen, das Ergebnis ist in allen Fällen dasselbe:
Sonntag, 7. Februar 2010
Verhütung mit Schneebällen.
Wenn man einem sabbernden Rüden, der von einem ignoranten „Die Hunde regeln das schon unter sich“-Halter begleitet wird, krachend ein Fahrrad vor die Füße knallt, macht man sich nicht unbedingt Freunde. Aber der Kerl überlegt es sich zweimal, ob er diese leckere Hündin noch schnell besteigt oder nicht.
Dienstag, 2. Februar 2010
Wildschweinpantoffeln greifen an.
So ein gepflegtes Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom erleichtert das Leben ungemein. Ich muss mir weder einen Kopf um Erziehung noch um hundgerechten Zeitvertreib machen. Schuld sind immer die Umstände, oder besser noch: die anderen.
„Sie hat ADHS, wissen Sie, wenn ein Schub kommt, dann hört sie einfach nicht mehr so gut.“
Sonntag, 31. Januar 2010
Montag, 18. Januar 2010
Laberbacken-Charts.
10
„Mein Robert merkt sofort, wenn ihm ein aggressiver Hund gegenüber steht. Dann reagiert er immer so wild.“
Dame mit ausrastendem Labbi zu mir und Luna, die in 40 Meter Entfernung mucksmäuschenstill neben mir sitzt.
Donnerstag, 7. Januar 2010
Rumrüpeln bei 20 Grad minus.
Ergebnis des 14-tägigen Feldversuchs im Wallis: Nö. Nicht die Bohne!
Dabei waren die Rahmenbedingungen ganz ausgezeichnet. Höhenlagen zwischen 1.500 (Saas Grund) und 3.500 Metern (Allalin Gletscher) mit jeder Menge dünner Luft. Sturmböen um die 80 Stundenkilometer. Temperaturen zwischen minus 15 und 20 Grad, die als minus 25 gefühlt werden durften. Schneehöhen bis 1 Meter 73, die einen kompletten Wuff samt steil aufgerichteter Alarmrute verschwinden lassen konnten. Nicht zu vergessen jahrtausendealte Gletscher mit tiefen Rissen und Spalten, in denen Tote liegen und als Warnung dienen: „Siehst Du, Lunchen, so kann es gehen, wenn man sich auf dem Gletscher daneben benimmt.“
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