Sonntag, 30. Dezember 2012

Der Napf ist rund und ein Shitstorm dauert 14 Tage.





Der Napf ist rund und ein Shitstorm dauert 14 Tage. Bevor übermorgen die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird – vermutlich mal wieder der Mexikaner –, möchte ich noch einige Gedanken loswerden, die mir wichtig sind.

Die Krawallmaus Tagebücher waren in der Vergangenheit weniger eine Pro-Krause-Seite, sondern vielmehr die Trostseite für Inhaber eines emotionsflexibel veranlagten Andersbefähigten. (Die Fachliteratur nennt das Problemhund. Die hat ja keine Ahnung, die Fachliteratur!) Nachdem wir auf Facebook deutlich genug pro Canis und pro Grewe Stellung genommen haben, kehren wir kurz vor Jahresschluss zurück zu unseren Wurzeln und ergreifen Partei für die Halterin des bissigen Schäferhundes. 

Freitag, 14. Dezember 2012

Last-Minute-Geschenktipp.





Manchmal ist das Buch gut und der Film doof. Manchmal ist das Buch doof und der Film gut. In ganz seltenen Fällen mag man beides. Gute Geister ist so ein Fall.

Die Geschichte spielt 1962 in Jackson, Mississippi. Es ist das Jahr, in dem es Martin Luther King auf den Titel von LIFE schafft. 



Donnerstag, 29. November 2012

Fünf Sponsoren weggebissen!



Die Großindustrie ist auf uns aufmerksam geworden. Das wurde aber auch höchste Zeit. Leider kann sich lukratives Sponsorentum (Büffelpansen für Luna, Sportwagen für die Tippse) nur schwer entfalten, wenn allzu zart besaitete Projektmanagerinnen auf die Krawallmaus angesetzt werden.

Aber der Reihe nach. Auf der Suche nach Kooperationspartnern für Herrchenglück kommt die betreuende Agentur auf die glorreiche Idee, bei Mars Petcare anzufragen. Mangels eines gedruckten Exemplars wird freundlich auf den Blog verwiesen. Da könnten sich die Damen und Herren von Chappifrolicroyalcanincesarpedigree vorab schon mal ein Bild machen.

Sonntag, 11. November 2012

Hrrrrbst.






Mein liebes Lieschen, war das ein lehrreicher Herbst! Wir wissen jetzt, dass ruckartig angesetzte Beruhigungsgriffe Hexenschuss verursachen, rohe Igel bissfest sind, in Monschau suizidgefährdete Malteser leben, Edelstahl Pzoiiinggg macht und es Lesungen gibt, bei denen Autoren Herztropfen mitführen sollten.

Wolfi doof. Luna findet Wolfi doof. Das ist der Schäferhund vom Bauern oben an der Straße. Manchmal ist Wolfi nicht auf dem Hof, weil er mit seinem Scheff spazieren geht. In diesem Fall findet Luna halt das grüne Eisentor doof, hinter dem Wolfi normalerweise auf und ab rennt. Sie flippt dann aus, ob er da ist oder nicht. 

Dienstag, 23. Oktober 2012

Buschkowsky und die fremdenfeindlichen Kläffer.





In meinem vierten Buch werden aller Voraussicht nach ein paar Volltrottel auftreten, die Großpudel für die Migrantenhatz züchten. Ich tue mich etwas schwer mit den Dialogen, weil ich nicht weiß, wie solche Herrschaften ticken. Es sind ja nicht die hellsten Kerzen auf der Torte. Da habe ich mir gedacht, ich stelle mal eine Rezension zum Buschkowsky-Buch ein und warte auf O-Ton. Das Ergebnis war überwältigend. Das Material ist großartig.

So stand‘s bei Amazon: „Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, liest sich bisweilen recht flüssig und bedient den interessierten Leser mit ausgesuchten Studienergebnissen. Die Haltung, die hinter diesem Buch steckt, ist jedoch streng abzulehnen. Es ist nichts weiter als in Kruppstahl gegossener Stillstand. So heftig die Ewiggestrigen auch zurück strampeln, die Welt dreht sich zum Glück weiter.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Krawallmaus trifft Matthews. (Eine Nachlese.)



Was für ein irrwitziger Abend! Ich danke meinen 13 inneren Stimmen, ohne die dieser Wahnsinn niemals möglich gewesen wäre. Ich danke meinen großartigen Hunden, denen völlig wurscht ist, wer da gerade spricht.  


Ich danke Nadin, die ein unglaubliches Talent hat, Lichter aufgehen zu lassen. Ich danke jedem einzelnen der 270 Gästinnen und Gästern. Ihr habt mich mit eurem Lachen durch den Abend getragen. Einige Punkte sind offen geblieben. Sie sollen an dieser Stelle beantwortet werden.

Donnerstag, 27. September 2012

Wenn dein Salat vor die Hunde geht.



Ich verlasse die Küche nur ganz kurz. Monsieur 100.000 Volt springt auf den Abendbrottisch und frisst eine ganze Schüssel gemischten Salat leer. Das habe ich bewirkt. Ich allein! Einfach durch Körpersprache. Ich bin ein Krausegott. 


Ja doch! Letzte Woche habe ich in einem Artikel von Sophie Strodtbeck und Udo Gansloßer gelesen, wenn man den Raum verlasse, sei das in den Augen des Hundes ein Zeichen, dass man seine Beute freigibt. Selbst wenn er vorher zehn Stunden anstandslos daneben gesessen hat – sobald er mit dem Objekt seiner Begierde alleine ist, macht er sich darüber her. Rudeltechnisch ein völlig normaler Vorgang. Kein Grund zur Aufregung.

Sonntag, 2. September 2012

Scheffcurrywurst à la Cravall.





Heute mal ein leckerer Impuls für alle, die ihren Hund effizient erziehen und trotzdem nicht auf Genuss verzichten wollen.

Zutaten
Zwei Biobratwurst - doch, der Blural ist korrekt - kross braten, in einer Überdosis köstlichen, handgefertigten Kochzivilisten-Ketchups etränken und üppig mit selbstgeröstetem Madras Curry von Karls Feine Kost bestreuen.

Topping
Zwei aufmüpfige Hunde neben dem Teller platzieren und vor ihren entsetzten Augen beide Bratwurst bis zum letzten Bissen selber fressen!




© Michael Frey Dodillet | Die Krawallmaustagebücher 2012

Dienstag, 21. August 2012

La Diva et le Dude.




Das langgezogene, deutsche HIIIIEEER ist ein Kommando, das Hunde in der Regel als Aufforderung betrachten, sich umgehend noch weiter von ihrer Bezugsperson zu entfernen. Auf Französisch heißt das VIENS IIICIIIIIIIII!!! Richtig ausgesprochen klingt es wie eine Kreissäge, die sich durch ein Aluminiumprofil frisst.

Es versteht sich von selbst, dass der französische Hund daraufhin macht, was er will. Es ist überhaupt sehr interessant, dass Hunde, die ihre Frauchen und Herrchen abperlen lassen, in Frankreich genauso aussehen wie bei uns oder in Italien oder Turkmenistan. Die Leckmichmalkreuzweise-Haltung scheint international dieselbe zu sein: Der Hund zuckt mit keinem einzigen Ohr, stutzt nicht für eine Zehntelsekunde, hält die Rute - sofern er noch eine hat - steil und zieht sein Ding durch. 

Montag, 6. August 2012

Dem Dude sein Stein.





Als Fundbüroleiter taugt Wiki wenig. Einmal in Obhut genommene Wertsachen - zum Beispiel einen Stein mit seiner Spucke dran - rückt er widerspruchslos nicht mehr heraus. Das entsprechende Fotodokument haben wir vor einer Woche bei Facebook gepostet. Jetzt kommt der Ton dazu.

Die Arie, die der hoffnungsvolle junge Tenor in einem Open-Air-Konzert am Strand des Lac de Sainte-Croix zum Besten gibt, heißt „Greift ruhig zu, wenn ihr zuviele Finger habt“.