Mittwoch, 24. November 2010

9 von 11 leiden unter Lala.


Ich muss dringend zu einem Termin. Vor mir schleicht ein Lastkraftwagen der Firma Oetjen Logistik durch die Straßen der Stadt. Er fährt exakt dieselbe Strecke wie ich und hält mich auf.


Hundert Meter vor meiner Endstation rollt er schließlich blinkerlos am Straßenrand aus. Bis dahin hatte ich ausgiebig Zeit, den Spruch zu studieren, den irgendein mental verstorbener Werbetexter hinten auf die Plane geschrieben hat: „Ihr Ziel – ist unser Weg!“ 


Donnerstag, 11. November 2010

Kiffen für Fortgeschrittene.




Die Pharmazie ist ein Segen. Für jeden Pups gibt es ein Pülverchen. Die Werbung ist ebenfalls ein Segen. Nicht selten bastelt sie Kampagnen, die um Längen besser sind als das beworbene Produkt.


Den Südafrikanern ist das neulich wieder gelungen. Die Kampagne für Nurtureline Calmdog, ein überflüssiges Nahrungsergänzungsmittel zur Stressreduzierung, illustriert plakativ den brutalen Hundealltag.

Mittwoch, 3. November 2010

Killerhunde im Blutrausch.




Luna wirft mir einen gereizten Blick zu. Er bedeutet: Warum hast du uns das angetan, Idiot, es war so schön ruhig hier! Wiki sitzt derweil in U-Haft, weil er Nachbars Gans gerupft hat.


Die Überschrift ist Quatsch. Aber nachdem die poetische Schlagzeile „Blödarschkuh!“ – „Sausackpillermann!“ von allen 121 Blogeinträgen bei weitem die meisten Klicks generiert hat – was ein bezeichnendes Licht auf Euren literarischen Geschmack wirft, meine Lieben – dachte ich, ich mache auf Bildzeitungsniveau weiter, damit mir keiner verloren geht.





Sonntag, 17. Oktober 2010

„Blödarschkuh!“ – „Sausackpillermann!“




Der Chefkoch empfiehlt heute: beleidigte Leberwurst. So ausgiebig sich Luna auch auf der Nase herumtanzen lässt, beim Futter ist definitiv Schluss. Wer‘s nicht glaubt, wird genäht.



Offensichtlich wirkte der Kaustäbchen-Verweis nicht nachhaltig genug. Nach einem Vormittag voller massiver Grenzüberschreitungen, Hallodri und Übermut ist Wiki der Ansicht, man könne jetzt auch noch um Futternäpfe zanken. Daraufhin kriegt er von Luna nach allen Regeln der Kunst den Arsch versohlt und muss ein violettes T-Shirt tragen.


Mittwoch, 6. Oktober 2010

Über das Klauen von Kaustäbchen.




Als der Rotzlöffel am dritten Tag in Folge ein Kaustäbchen aus Lunas Pranken klaut, verpasst sie ihm den Einlauf des Jahrhunderts. Danach backt Monsieur ganz kleine Brötchen.


Der Langmut, mit dem sie die ersten beiden Klauattacken zugelassen hat, ist friedensnobelpreiswürdig. Luna hat schon ganz andere Kaliber wegen weit weniger attraktiven Esswaren verdroschen. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie eine quiekende, schwarzweiße Kugel aus dem Wohnzimmer in die Küche rollt, im Nacken ein mächtiges Donnergrollen und blitzende Blicke.





Montag, 27. September 2010

Die Rache des heißen Herrchens.




Ich will es nur schon mal ankündigen, damit es hinterher nicht wieder heißt, es hätte keiner gewusst: Wenn Luna 2011 wieder läufig ist, werde ich eine zwei Meter lange Nylonschnur mit mir führen.


Damit werde ich Rüden, DIE SO SCHEISSEMANGELHAFT BEAUFSICHTIGT SIND, DASS SIE MEINE HÜNDIN, MEIN FAHRRAD UND MICH DURCH DAS HALBE NEANDERTAL HETZEN, IN VOLLER FAHRT AUFZUREITEN VERSUCHEN UND SICH WEDER DURCH MASSIVE DROHGEBÄRDEN NOCH DURCH BEHERZTEN ZUGRIFF UND WEGWURF VERSCHEUCHEN LASSEN, einfach an den nächsten Baum binden.



Schönen Tag noch.






© Michael Frey Dodillet | Die Krawallmaustagebücher 2010

Mittwoch, 22. September 2010

W wie Wildsau.





Der Klarname von Charlton Heston lautet Wiki. Wiki heißt auf Hawaiisch schnell und auf Deutsch: So schnell kannst du gar nicht gucken, wie dieser Saubatz auf wohlriechende Mädels hupft.


Des Wahnsinns fette Beute muss der sein, der ausgerechnet in der krawallmaus‘schen Standhitze einen Rüden wie diesen ins Haus holt. Also ich nicht.






Dienstag, 14. September 2010

Geheimprojekt Charlton Heston.




Geheimprojekte sind etwas Feines. Sie haben spektakuläre Namen und rauben Zeit. Da haben wir also den Salat: ein Geheimprojekt mit einem Spitzentitel und kaum Zeit zum Schreiben.


Wir publizieren in den kommenden Tagen etwas spärlicher, berichten aber sofort, wenn das Projekt in die entscheidende Phase tritt. Für heute nur so viel:




Freitag, 3. September 2010

12 Dinge, die mein eReader mir erspart.







(zukunftleser.com) Ich liebe Bücher. Ich mag wie sie riechen, wie sie aussehen, wie sie sich anfühlen. Ein Leben ohne Bücher ist für mich unvorstellbar. Dennoch freue ich mich über meinen eReader.


In Zukunft wird mir nämlich jede Menge Verdruss erspart bleiben.


Nie wieder ...


... noch schnell drei Extrabücher in den Koffer stopfen und dann vom Billigflieger einen Gepäckaufschlag aufgebraten bekommen, der die Preisvorteile der letzten 20 Flüge mit einem Schlag zunichte macht und mich so leichenblass anlaufen lässt, dass 14 Tage Kanarensonne das nicht auszubügeln vermögen.

Mittwoch, 1. September 2010

Wir sind selber schuld.





Seit langer Zeit war ich mal wieder am Jaberg, einem Hundeauslaufgebiet zwischen Haan und Hilden. Dort traf ich innerhalb von 30 Minuten 50 Hunde. Von diesen 50 Hunden waren 50 nicht abrufbar.


Nun ist es natürlich in höchstem Maße unfair, den Jaberg mit einem angeleinten Hund zu beglücken. Wer dort Gassi geht, hat einen verträglichen Vierbeiner. Er parkt sein Auto, marschiert zum Eingang, leint sofort ab, läuft einen Kilometer um eine Hundewiese herum und spaziert anschließend durch den Wald. Alle haben sich lieb. Jeder macht, was er will. Jaberg-Hunde nehmen täglich dutzendfach Kontakt mit Artgenossen auf, selbständig und absolut unbehelligt von ihren Haltern. Abgerufen zu werden ist hier eine Anomalie.