Mittwoch, 16. Mai 2012

Fünf elementare Irrtümer über das Schriftstellern.






Es ist wenig wahrscheinlich, dass künftige Schülergenerationen auf der Suche nach Meilensteinen der Weltliteratur auf diese Seite geraten. Aber man hat schon Pferde kotzen sehen. Wenn die lieben Kleinen dermaleinst den verwegenen Berufswunsch äußern, reiche und berühmte Schriftsteller werden zu wollen, möchte ich jedenfalls nicht derjenige gewesen sein, der geschwiegen hat. 

Daher sei an dieser Stelle schon einmal vorsorglich gewarnt: „Kinder, das ist nix!“ Lernt etwas Vernünftiges - Metzger, Brückenbauer, Radiologe - oder eröffnet ein schönes Gartencenter. Das ist allemal geeigneter, um Millionen zu verdienen. Wer  berühmt werden will, soll in seinem Gartencenter eine üppige Hanfplantage anlegen. Damit kommt man immer in die Zeitung.

Sonntag, 29. April 2012

Leberwurst brennt nicht im Auge.





Das besorgte Fräulein Rottmeier neulich abend in Ulla Bergobs Studio: „Bevor ich mich mit dem Zausel shooten lasse, muss der erstmal in die Maske.“ Wenig später will der werte Herr Cabel auf Facebook wissen, ob Leberwurst im Auge brennt. Nein, tut sie nicht. Zumindest die grobe Pfälzer nicht.

Ulla Bergob hat ein unglaubliches Händchen für Hunde. Und für Heinz und Trullas! Sie kann sogar Doppelkinne wegmachen ohne Photoshop.

Samstag, 31. März 2012

Bleibe einfach du selbst und verursache Kosten.




„Und heute Nacht, wenn ihr alle im Bett liegt, ziehe ich mir diese sauteuren Fäden selber, und euren Wundschutzteller könnt ihr euch in die Haare schmieren, ihr Spackos!"

Diese Aufnahme ist vom vorletzten Freitag. Sie zeigt einen widerspenstigen Halbterrier zwei Stunden nach einer undramatisch verlaufenen OP am Gemächt. Da meine Nerven einem Wurf von vierzehn Knallfroschwelpen nicht gewachsen sind, mussten Monsieurs Bällchen dran glauben.

Freitag, 23. März 2012

Die Rottmeier Fräuleins.



Bild: Petra Metzger | Random House Audio | Köln



Es gibt Momente, da sind Autoren völlig überflüssig. Etwa wenn das vierbeinige Fräulein Rottmeier dem zweibeinigen Fräulein Rottmeier in einer Aufnahmepause zuflüstert, wie gut es sich verstanden und wiedergegeben fühlt. 

Das war im Januar. Mittlerweile hat nicht nur Mariele Millowitsch das Fräulein Rottmeier gesprochen, die anderen fünfzig Hunde sowie der Schorsch aus Bayern sind ebenfalls aufgezeichnet, geschnitten und gepresst. Amazon versendet gut eine Woche früher als vorgesehen. Die Verantwortlichen fragen sich, welcher Führungskraft das Fräulein Rottmeier im Logistikzentrum Amazon EU S.a.r.L. in den Arsch gebissen hat, um den Abverkauf dermaßen zu beschleunigen. 

Freitag, 24. Februar 2012

Sind wir nicht alle ein bisschen Krause?







Auf Facebook bat die Krawallmaus unlängst um dringende Unterstützung: „Auf vielfachen Wunsch wird es in Herrchenjahre 2 nun doch ein Krausekapitel geben. Im Fokus steht der ganz alltägliche Wahnsinn. Gelber Schlauch, grüne Ampel , blauer Hund, rote Mütze. Falls ihr diesem farbigen Murks eigene Leiden hinzufügen wollt, wäre jetzt die ideale Gelegenheit.“ 

Daraufhin kamen über 160 Kommentare. Ein Abgrund tiefer als der andere. Wir schalten nun live in das Kapitel „Sind wir nicht alle ein bisschen Krause?“, in dem die Toskanarunde beschließt, eine Hundeschule zu gründen. Wer seine geposteten Krausepeinlichkeiten lieber doch nicht mit seinem Klarnamen verbunden haben will, möge bitte kurz hupen.


Mittwoch, 1. Februar 2012

Merkwürden auf dem Weg zur Heiligkeit.



Verharret in Ehrfurcht! Huldiget und preiset! Er kann übers Wasser laufen! Zur Senkung der laufenden Haushaltskosten – insbesondere der Positionen Weinkeller, Krankenversicherung und Backwaren – ist Merkwürden ab sofort mit drei weiteren Projekten beauftragt:

Wasser in Bordeaux verwandeln, kranke Teenager heilen, Brotvermehrung.

Sonntag, 29. Januar 2012

Sexbombe trifft Fichtenmoped.





Nächsten Freitag absolviert Luna ihre 19. Lesung. Es ist gleichzeitig die erste, bei der ein anderer Hund anwesend sein wird. Damit ich tiefenentspannt lesen kann, haben wir vorsichtshalber einen Rüden gewählt, den sie mag. Luna findet, dass mich zuviel Entspannung träge macht. Sie ist läufig geworden!

Wieso sollte bei uns auch einmal im Leben etwas glatt gehen? Ich habe den Canonicus-Termin extra auf Anfang Februar gelegt. Lunas Läufigkeit war im Dezember fällig. Ende Januar wäre sie damit durch gewesen. 

Glaubt die, ich will Schäferhundkängurupumabluthunddoggenwelpen?

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Die Gandhi Tagebücher.





Zweitausendzwölf? Alles wird gut! Luna wird ihre Krawallmausigkeit ablegen, den Friedensnobelpreis erhalten und darauf drängen, dass ihr Blog in Die Gandhi Tagebücher umbenannt wird. Zum bunten Strauß unserer Neujahrsvorsätze gehören darüber hinaus die Vorhaben CEO werden, würdig untergehen und Rentner schonen. Aber der Reihe nach.

Analsex berücksichtigen.
Wenn man es genau nimmt, tippe ich seit 25 Jahren Ideen aufs Papier und sehe sie später auf Plakaten, in Anzeigen, im Internet oder gelegentlich im Fernsehen wieder. Meinen ersten TV-Spot dachte ich mir 1990 für Pril aus. Nachdem Henkel und die Agenturhierarchie „konzeptionell mal kurz drübergegangen sind", blieb von meiner Idee nur noch ein Hallo! übrig. In der fünften Spotsekunde watschelt eine Ente in die Küche und das kleine Mädchen sagt Hallo! Das Hallo! ist von mir.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Last-Minute-Geschenktipp.




Der geballte Wahnsinn ereilt mich im Sommer 1970 – im zarten Alter von acht Jahren. Aus irgendeinem Grund, Mistwetter vermutlich, landen meine Freunde und ich nicht im Freibad, sondern bei Oma vor der Glotze, einem mächtigen Kasten, der beim Einschalten ZUNK macht und erst nach bedächtigem Summen den Blick auf ein diesiges Schwarz-Weiß-Bild freigibt. Fernbedienungen sind noch nicht geboren, Salzletten schon.

In jenem Sommer also macht es ZUNK, und wir starren mit offenen Mündern auf einen dünnen und einen dicken Herrn, die 25 Minuten lang versuchen, ein Klavier die Treppe hinaufzutragen. Von da an ist es um uns geschehen. Oliver Norwell Hardy und Arthur Stanley Jefferson begleiten uns durch den Rest der Kindheit. Jeden Freitag um halb sieben im Zweiten, direkt nach Väter der Klamotte

Dienstag, 13. Dezember 2011

Zweimal Wodka-Feige und eine Stange Wachs.




Den ganzen November haben wir auf mieses Wetter gewartet und auf Hunderunden, die in Schlammschlachten enden. Aber nichts da! Die Sonne lässt sich nicht unterkriegen. Wir drei fahren Fahrrad wie die Irren. Wiki kriegt bei Kilometer 10 immer den Pipps. Dann hopst er um Luna herum und will an ihrem Hals knabbern. Bei 20 km/h!


Da Terrier drinsteckt, macht es ihm wahrscheinlich auch nichts aus, wenn er überfahren wird. Wird er aber nie. Wenn ihn beim Knabberversuch der eigene Hintern überholt und vor das Vorderrad gerät, eiere ich im großen Bogen um ihn herum und denke verstärkt über das Tragen eines Motorradhelms nach.