Donnerstag, 5. November 2009

Hundehaufen rascheln nicht.



Durch bunte Laubhaufen am Wegrand zu schlendern und mit jedem Schritt Blätter aufzuwirbeln, gehört auch im gesetzteren Alter zu den Freuden des Herbstes.

Es sei denn, einer hat da frisch reingekackt. Sollte man dem Wuff deswegen den Hals umdrehen? Oder seinem Besitzer? Ich meine, ja!

Montag, 26. Oktober 2009

Geplante Obsoleszenz.



Ja, wir können auch Fremdwörter. Luna meint, das wäre eine feine Überschrift, unter der man erörtern könnte, warum unsere Trekkingschuhe nach nur einem Jahr im Arsch sind.

Gerade letzte Woche habe ich wieder ein Paar in die Tonne gehauen. Wander- und Trekkingschuhe sind gebaut, damit sie runde fünf Jahre laufen. Danach platzen Nähte, bröseln Sohlen, lösen sich Ösen, bekommen Mikrofasern Risse. (Reihenfolge willkürlich. Kann auch andersherum sein.) Länger halten diese Komponenten jedenfalls nicht. Das gehört zur Produktstrategie. Was zu lange lebt, wird nicht oft genug gekauft. Der Marketingstratege nennt diese bewusst eingebauten Schwachstellen geplante Obsoleszenz. 

Mittwoch, 14. Oktober 2009

42 fabelhafte Gründe ...






... andere Hunde ungespitzt in den Boden zu rammen, ohne auch nur eine Sekunde lang auf die Idee zu kommen, dass das Gegenüber davon nicht so begeistert ist wie man selbst:




01 Es ist eine zickige Hündin.
02 Es ist ein ängstlicher Rüde.
03 Es ist ein friedlicher Kastrat.



Freitag, 9. Oktober 2009

Danke.




Du weißt wofür.




© Michael Frey Dodillet | Die Krawallmaustagebücher 2009

Dienstag, 6. Oktober 2009

Ich bin doch nicht lebensmüde.



Seit 17 Tagen nicht mehr geradelt. Fühle mich ausgezeichnet. Hämatome schwellen ab. Rechter Arm geht wieder tadellos über den Kopf. Rippe muckst nicht.

Und der Mittelfinger ist wie gewohnt ausfahrbar! 


Nur falls Madame auf die Idee kommt, man könne ja so langsam mal wieder eine Radtour andenken.








© Michael Frey Dodillet | Die Krawallmaustagebücher 2009

Samstag, 26. September 2009

Wenn der Hund deinen Job macht.



Im Schweizer Kanton St. Gallen wird morgen abgestimmt, ob man Rauchen in der Kneipe rigoros unterbinden soll oder eher nicht. Eine radikal-demokratische Angelegenheit.

Am Tresen ist derweil die Hölle los. Nur 27 % aller St. Galler sind Raucher. Aber die machen so massiv Stimmung, dass es fraglich ist, ob sich 73 % Nichtraucher durchsetzen und für die Initiative „Schutz vor Passivrauchen“ stimmen werden. Obwohl die sich auch nicht schlecht verkauft. 

Samstag, 19. September 2009

Mein allererster Salto.



Immer nur wattebäuschchenmäßig vom Fahrrad abschmieren ist öde. Der wahre Kenner geht mit einem mächtigen Satz über den Lenker und landet auf Brustkorb und rechter Schulter. 

Dafür braucht Ihr folgende Zutaten: 

Donnerstag, 17. September 2009

Knochen und andere Meditationshilfen.



Ich höre meinem hungrigen Hund beim Knochen abnagen zu. Knochen abnagen zu. Knochen abnagen zu. Knochen abnagen zu. Knochen abnagen zu. Knochen abnagen zu. 

Das hat etwas Kontemplatives. Für knisternde Holzscheite ist es noch nicht kalt genug. Aber „Knochen abnagen zu“ ist auch beruhigend.

Samstag, 5. September 2009

Plädoyer für helle Backwaren.




Natürlich bewahrt dich eine Tüte Brownies beim Gassigehen vor Unterzuckerung. Sie kann dich aber auch in eine unsäglich peinliche Situation bringen.

Mit weißen Kokosmakronen oder Sahnebaisers jedenfalls wäre diese Katastrophe nicht passiert, mit der Ameriquest Mortgage vor zwei Jahren für ihr Hypothekenangebot warb. Schön aus dem Leben gegriffen, fein beobachtet und mit einer netten Botschaft versehen: Mach dir kein Bild von den Menschen, bevor du sie nicht näher kennst.

Der Spot ist ein gutes Beispiel dafür, dass doofe Geschäftsideen auch mit herausragender Werbung nicht zu retten sind. Ameriquest, einst der größte Kreditgeber am Markt für zweitklassige Hypothekenkredite (Subprime Mortgages), lancierte den Spot im Juni 2007 und machte zwei Monate später den Laden dicht. 


Credits
Spot: Ameriquest Brownie
Agentur: DDB Los Angeles
Creative Director: Mark Monteiro, Helene Cote 
Art Director/Copywriter: Sarah May Bates
Regie: Matt Helfgott
Danke für den Spot, Jochen.




© Michael Frey Dodillet | Die Krawallmaustagebücher 2009

Donnerstag, 3. September 2009

Reizlage doppelter Dobermann.




SCHAU bedeutet: Sieh mich an und nur mich und keinen anderen oder tu bitte wenigstens so, als ob du meine Augen anpeilst und nicht die Scheibe Fleischwurst in meinem Mund.


Ich habe uns ein Fachbuch gekauft. Im Wesentlichen handelt es davon, wie man seinen Wuff friedlich macht. So etwas brauchen wir. Es sieht unschön aus, wenn du bei nahezu jedem entgegenkommenden Hund einen Atompilz an der Leine hast. Den Ruf ruiniert es obendrein.